Monatsrückblick Oktober 2020
Der Monat Oktober war gegenüber dem Klimareferenzzeitraum 1961-1990 um 1,1 Grad zu
warm. Beim Sonnenschein wurde ein Minus von -39 Stunden berechnet, womit sich der
diesjährige Oktober mit nur 83 Stunden Sonnenschein als recht trüber Monat präsentierte.
Eine unterdurchschnittliche Sonnenscheinbilanz hatte es zuletzt im Februar gegeben.
Die Summe aller Einzelmessungen des Niederschlags erreichte im Oktober in Coswig 89 mm.
Damit entsprach die Monatssumme 223 % des Normalwertes für Oktober. Wir können somit
einen Monat mit einer deutlich überdurchschnittlichen Niederschlagshöhe registrieren.
Aufgrund der sehr ergiebigen Regenfälle Mitte Oktober wurde der Oberboden* gut
durchfeuchtet. Die Dürre im Gesamtboden* konnte sich in der Region Meißen-Coswig-
Radebeul dennoch vorerst weiter fortsetzen (Stand Dürremonitor des UFZ vom 28.10.2020),
da die Niederschläge immer noch nicht ausreichten, um die prekäre Situation in den tieferen
extrem ausgetrockneten Bodenschichten zu beenden.
Witterungsverlauf: Vorwiegend wechselhaftes Wetter infolge von Trog- und
Westwindwetterlagen hielt uns zwar von Monatsbeginn an im Griff, aber erst am 14. und 15.
Oktober kam es in Verbindung mit dem Vb-Tief Gisela zu flächendeckend großen
Regenmengen von meist über 50 mm in Sachsen und somit auch in unserer Region. Danach
setzte sich das meist wolkenreiche Wetter mit meist nur weniger bedeutenden
Niederschlägen fort, wobei zwar einerseits recht kühle Tage, andererseits aber durch die
Wolkendecke auch recht milde Nächte verzeichnet wurden. Der erste Frosttag lies damit
weiter auf sich warten und die Blütenpracht der Dahlien in den Gärten zeigte sich bis in den
November hinein. In Verbindung mit einer starken Westströmung von Nordamerika über
den Nordatlantik nach Mitteleuropa überquerte uns am 29. und 30. ein Höhentrog ostwärts
und brachte in Verbindung mit einem ziemlich ortsfesten kleinen Tief anhaltenden
Landregen, wobei wir in Coswig zum Monatsende noch einmal mehr als 20 mm Niederschlag
messen konnten.
Anmerkungen*:
- Im Interkulturellem Garten Coswig wird ausschließlich der Niederschlag gemessen.
Obige Angaben zur Lufttemperatur und zur Sonnenscheindauer beziehen sich daher
auf die Station Dresden-Klotzsche des Deutschen Wetterdienstes.
- Der Begriff „Gesamtboden“ meint hier den durchwurzelbaren Bereich bis ca. 1,8 m
Tiefe.
- Der Begriff „Oberboden“ orientiert auf den Bereich bis 25 cm Tiefe.
- Angaben zur Dürre beziehen sich stets auf den Dürremonitor des
Umweltforschungszentrums Halle/Leipzig (UFZ)

​Autor:Taslima Sayed

                                           INTERKULTURELLER GARTEN COSWIG e.V.