Monatsrückblick Januar 2021

 

Der Monat Januar war gegenüber dem Klimareferenzzeitraum 1961-1990 um 1.0 Grad zu
warm. Die Sonne schien insgesamt nur 26 Stunden. Das entspricht einem deutlichen Minus
von -39 Stunden.


Die Summe aller Einzelmessungen des Niederschlags erreichte im Januar in Coswig 70,4
mm. Damit entsprach die Monatssumme immerhin 184 % des Normalwertes für Januar. Wir
registrierten somit nach dem zu trockenen Monat Dezember einen relativ feuchten
Wintermonat. Die Jahresbilanz 2021 beginnt damit mit einem Plus von 32 mm.


Aufgrund der sehr geringen Regenfälle im November und vorwiegender Trockenheit bis zur
3. Januardekade wurde der Oberboden* sowie der Gesamtboden* nicht durchfeuchtet. Erst
in der 3. Januardekade kam es zu bedeutenden Niederschlägen, die jedoch die tieferen
Bodenschichten noch nicht (Stand vom 28.01.2021) beeinflussen konnten. Wir müssen in
unserer Region also unverändert von außergewöhnlicher Dürre des Gesamtbodens
(aufgrund der immer noch stark ausgetrockneten tieferen Bodenschichten) ausgehen.


Witterungsverlauf: Eingebettet in eine westliche Höhenströmung bestimmten im Januar
meist umfangreiche Höhentröge das Wettergeschehen und führten zu Witterungsextremen,
insbesondere über Südeuropa. So wartete der Januar in Spanien sowohl mit einem
Schneerekord als auch einem Hitzerekord (Lufttemperatur nahe 30 °C) auf. Auch in
Griechenland herrschte kurzzeitig Badewetter. In Sachsen fiel während der ersten beiden
Dekaden nur wenig Niederschlag. Erst die 3. Dekade brachte uns dann viel Nass von oben.
Zunächst war es das Tief IREK, dass auf einer Vb-Zugbahn unsere Region mit ergiebigen
Niederschlägen als Schnee oder Regen versorgte und schließlich beschäftigte uns eine
markante Luftmassengrenze zwischen sehr warmer Luft im Südwesten und Frostluft im
Nordosten Deutschlands, die in unserer Region viel Schnee, zeitweilig aber auch Regen
brachte.